Bischöfliches Konvikt

Das Bischöfliche Konvikt umfasst 37 Hektar Weinberge an allen drei Flüssen: Piesporter Goldtröpfchen und Avelsbacher an der Mosel, Ayler Kupp an der Saar, Eitelsbacher Marienholz und Kaseler Kehrnagel an der Ruwer. Der zum Besitz des Bischöflichen Konvikts gehörende Duisburger Hof in Eitelsbach dient bis heute als Kelterhaus für alle Trauben, die an Mosel und Ruwer geerntet werden.

Bischof Karl Mannay errichtete im Jahre 1806 in einem Domhaus die Domschule, die er später als „Kleines Seminar“ bezeichnete. Da das ursprüngliche Vermögen nicht ausreichte, um dem Andrang an Schülern gerecht zu werden, gründete man Anfang des 19. Jahrhunderts einen Privatverein, der „über Mittel und Wege zum Studium auch unbemittelter Knaben für den geistlichen Stand“ nachdenken sollte. So konnte das Konvikt Ostern 1840 mit 16 Jungen seinen Anfang nehmen.

Informationen zum Duisburger Hof

Die mit Türmen flankierte und um einen rechteckigen Hof angeordnete Anlage liegt malerisch an einem nach Westen zur Ruwer hin abfallenden Hang zwischen den Orten Ruwer und Eitelsbach. Der südliche Saalbau, der aus dem 14. Jahrhundert stammt, dient heute als Außenstelle des Bistumsarchivs.

Skulptur an der Fassade
des Duisburger Hofs
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Die nördlichen und östlichen Teile des Gebäudes dienen als Kelterhaus für die Bewirtschaftung sämtlicher Weinberge der Bischöflichen Weingüter Trier entlang der Ruwer.

Der Duisburger Hof befand sich bis ins 16. Jahrhundert im Besitz der Familie von Schönberg.

Wappen über dem Eingang 2/5

Ein altes Wappen über dem Eingang besagt, dass Hugo von Schönberg, Domherr zu Trier, den Wohnturm im Jahre 1571 modernisieren ließ. Im 17. Jahrhundert erwarb Erzbischof Philipp Christoph von Sötern den Hof.

Bischof Karl Mannay 3/5

Sein Nachfolger Philipp Franz von Sötern schenkte den Duisburger Hof dem Trier Domkapitel, in dessen Besitz er bis zur Säkularisation blieb.

Nach einiger Zeit in Privatbesitz übergab die Familie Endres 1866 den Hof an das Bischöfliche Konvikt in Trier.

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Mit dem Zusammenschluss der Weinberge des Bischöflichen Konvikts mit denen des Bischöflichen Priesterseminars und der Hohen Domkirche wurden der nördliche und östliche Teil des Duisburger Hofs 1966 von den Bischöflichen Weingütern Trier übernommen.

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